Zu Besuch bei Copiapoen

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K.W.
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Re: Zu Besuch bei Copiapoen

Beitrag von K.W. » 2. Juli 2019, 22:39

Guten Abend Manfredo,

sehr beeindruckend - Deine Reise, der Bericht dazu, die Photo´s, die profunden Erläuterungen,
die Pflanzen, diese herrlichen großen Gruppen!!!

1000 Dank!

K.W.


PS wenn nur diese trostlose Gegend nicht dauernd mit im Bild wäre. . . :roll: :mrgreen: ;)
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Manfredo
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Re: Zu Besuch bei Copiapoen

Beitrag von Manfredo » 2. Juli 2019, 22:40

Hallo Herbert,

bitte und – gerne!
Ich hoffe einmal, Du hast nicht mehr allzu viele „Nomina nuda“ bzw. „spec “s, denn ich komme so langsam auf die „Zielgerade“ ... ;)


Hallo zusammen,

... und weiter geht’s mit „increible“, wenn auch eher in schwarz/weiß ...
Cop31_103_08553.jpg
... allerdings 40 Kilometer weiter südlich. Wir befinden uns im Küstengebiet zwischen Huasco und Carrizal Bajo und somit im südlichen Verbreitungsgebiet der Copiapoa dealbata.
Cop31_110_08535.jpg
Cop31_120_08534.jpg
Ritter bezeichnete diese Pflanzen als Copiapoa carrizalensis, wobei laut seinen Angaben die Pflanzen hier nicht bereift sein sollten … .

In der Regel gibt es mehrere Dornen pro Areole.
Cop31_115_08536-b.jpg

Hier, die Quebrada Mala, ist wieder ein gutes Beispiel für „Copiapoen nur an Nordhängen“.
Cop31_105_6523-b.jpg
Während andere Pflanzen auch die Ebene oder die Südhänge besiedeln, wächst Cop. dealbata nur am nach Norden ausgerichteten Hang.

Ebenfalls zu Hause sind hier Echinopsis deserticola …
Cop31_125_6535-a.jpg
Cop. echinata, die ja bereits bekannt ist, oder Eriosyce napina subsp. lembckei
Cop31_130_6507-a.jpg

Wir gehen etwas weiter nach Norden, bis „kurz vor“ (südlich) Carrizal Bajo.
Die Guanakos haben sich gerade zurückgezogen … .
Cop31_150_08716.jpg
Cop31_160_08717.jpg
Cop31_165_08732-a.jpg
Cop31_170_08743.jpg
.
.
.
Weiter im Inland kann man ebenfalls noch auf Copiapoa dealbata treffen.
Cop31_201_08882.jpg
Hier „leuchten“ die Pflanzen noch weißer als an der Küste …
Cop31_210_08859.jpg

Im Gegensatz zu den „Küsten-Dealbatas“ haben diese Pflanze meist nur einen Dorn je Areole.
Cop31_215_08872-a.jpg
Das sind Ritters “Copiapoa dealbata“s.


Bis demnächst wieder -
Manfredo
Zuletzt geändert von Manfredo am 2. Juli 2019, 22:51, insgesamt 2-mal geändert.

Manfredo
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Re: Zu Besuch bei Copiapoen

Beitrag von Manfredo » 2. Juli 2019, 22:45

Hallo K.W.,
wenn nur diese trostlose Gegend nicht dauernd mit im Bild wäre. . .
ziemlich am Schluß, im Elqui-Tal, wird's ein klitzekleines Bisschen besser ... . :mrgreen:

Viele Grüße
Manfredo

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K.W.
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Re: Zu Besuch bei Copiapoen

Beitrag von K.W. » 2. Juli 2019, 22:51

Manfredo hat geschrieben:
2. Juli 2019, 22:45
Hallo K.W.,
wenn nur diese trostlose Gegend nicht dauernd mit im Bild wäre. . .
ziemlich am Schluß, im Elqui-Tal, wird's ein klitzekleines Bisschen besser ... . :mrgreen:

Viele Grüße
Manfredo


Ich freu mich!!!
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Re: Zu Besuch bei Copiapoen

Beitrag von Manfredo » 8. Juli 2019, 21:59

Hallo zusammen,

wie schon angedeutet, biegen wir jetzt auf die „Zielgerade“ ein. Bleibt noch der – nennen wir ihn einmal – Copiapoa „Coquimbana-Komplex“ mit seien Arten und Formen.


Südlich an Cop. echinata schließt sich Copiapoa fiedleriana an.
Cop32_005_6475-a.jpg
(hier mit Qxalis gigantea)
Sie ist etwas größer als Cop. echinata, aber nicht so dicht bedornt.
Cop32_015_08295.jpg
Ihr Verbreitungsgebiet reicht im Süden bis ins Umfeld von Huasco.

Typisch für Cop. fielderiana sind die Höcker unter den Areolen. Die Rippen sind an den Areolen deutlich verdickt ...
Cop32_020_08269.jpg
Cop32_035_08316.jpg

Manche Autoren stellen Cop. fiedleriana auch als Varietät zu Cop. coquimbana.
Rudolf Schulz nennt sie im Buch „Copiapoa 2006“: ‘Copiapoa coquimbana “Fiedleriana“ ‘.
Cop32_040_08300.jpg

Man kann sie auch im Dreck der Umgebung des Industriehafens von Huasco antreffen:
Cop32_050_6340-a.jpg
Cop32_051_6322-a.jpg
Cop32_060_6337.jpg
‘Hat zwar auch Höcker unter den Areolen, ist aber keine Cop. fiedleriana ... ;)
Cop32_057_6216-a.jpg
Eriosyce napina


Ebenfalls dort im Staub zu finden:
Cop32_069_6330-a.jpg
Cop32_070_6349-a.jpg
Eriosyce villosa


Viele Grüße
Manfredo

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Re: Zu Besuch bei Copiapoen

Beitrag von CABAC » 9. Juli 2019, 20:45

Danke Manfredo,

zum wiederholtem Male, aber nicht weniger herzlich.

Meine Copiapoafund
Copiapoa_coquimbana_1.jpg
Cop. coquimbana
Copiapoa_coquimbana_2.jpg
Cop. coquimbana
Copiapoa_coquimbana_3.jpg
Cop. coquimbana
Copiapoa_coquimbana_4.jpg
Cop. coquimbana
Copiapoa_coquimbana_5.jpg
Cop. coquimbana
zwischen Vallenar und Huasco halte ich für Copiapoa coquimbana.



Mach(t) es gut

CABAC
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Re: Zu Besuch bei Copiapoen

Beitrag von Manfredo » 9. Juli 2019, 21:59

Hallo Herbert,
... halte ich für Copiapoa coquimbana.
da halte ich mit!

Besten Dank für Deine Ergänzung, sie kommt genau richtig! :mrgreen:


Bei Freirina – zwischen Huasco und Vallenar – kann man bei der Zufaht zum Aerodromo Massenvorkommen von
Copiapoa coquimbana “alticostata“ finden ...
Cop33_001_6120.jpg
Cop33_007_07861.jpg
Nochmals: “INCREIBLE“!
Cop33_010_6173.jpg
Das sollte die Cop. coquimbana-Form sein, die Ritter als Copiapoa alticostata beschrieben hat.


Wenn ich mich recht erinnere - für Copiapoen eher kleine bis mittelgroße Pflanzen, so um die 10cm Durchmesser ...
Cop33_015_5999.jpg
Cop33_035_6104.jpg


Beides "alticostata"?
Cop33_050_6399-a.jpg
Wie zu sehen ist, kommen beide Formen direkt nebeneinander vor.


Cop33_045_5929.jpg
Cop33_065_5965-a.jpg


Wenn gerade Früchte da sind (von Blüten gar nicht zu reden ... ;-) ), hat man auch die Chance so etwas zu finden ...
Cop33_070_6022-a.jpg
Eriosyce napina


Eulychnia acida findet da man leichter ...
Cop33_080_acida_07841-a.jpg
Cop33_085_acida_07838-a.jpg


Das soll's für heute gewesen sein -
Manfredo

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nobby
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Re: Zu Besuch bei Copiapoen

Beitrag von nobby » 9. Juli 2019, 22:32

Schön, dass es weitergeht.

Huasco ist nicht nur wegen des Restaurants im Leuchtturm immer ein besonders lohnenswerter Stützpunkt.

Copiapoa coquimbana ist so variabel, dass man sich wundert, dass es nicht noch viel mehr Synonyme gibt.
Außerdem ist es eine Region, die sicherlich noch Geheimnisse verbirgt.

So finde ich nach wie vor neben der klassischen Eulychnia acida diese eher grün blühende Eulychnia interessant, die bei uns immer noch unter dem Namen Eulychnia sp. abgespeichert ist.
Eulychnia_2.jpg
Herzliche Grüße
Nobby

PS: Fahren wir noch mal rüber auf die andere Seite der Panamericana?

Manfredo
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Re: Zu Besuch bei Copiapoen

Beitrag von Manfredo » 10. Juli 2019, 21:46

Hallo zusammen, hallo Nobby,


besten Dank für die „grüne Ergänzung“. Die ist uns allerdings nicht begegnet!
...nicht nur wegen des Restaurants im Leuchtturm ...
IMG_9194.jpg
(... endlich mal was für K.W.!) ;)
IMG_9203.jpg
Oh, ich wusste gar nicht, dass dort im Leuchtturm ein Restaurant ist. Direkt am oder im Leuchtturm waren wir nicht.

PS: Fahren wir noch mal rüber auf die andere Seite der Panamericana?
Ja, am "Ende der Sendung" noch einmal in die Gegend von Chehueque, ins Elqui-Tal und jetzt direkt ...

... an das Südende des Flugplatzes von Vallenar ...
Cop33_101_07657i_ixus_0516.jpg
Auch DAS ist ein Kakteen-Fundort! :shock: :o :shock: - ;)

Wir haben es aber vorgezogen, lieber noch ein oder zwei Kilometer weiter in Richtung Süden zu fahren ...
Cop33_105_07794.jpg
Cop33_115_07781-a.jpg
Ebenfalls recht kleine Copiapoen, ...

... aber deutlich derber bedornt als die "Alticostatas“ bei Freirina ...
Cop33_110_07774-a.jpg
Cop33_120_07722.jpg

Ritter hat diese Pflanzen als Copiapoa vallenarensis beschrieben. Manche Autoren stellen sie als Varietät zu Cop. coquimbana, aber meistens werden sie als die Form Copiapoa coquimbana “vallenarensis“ angesehen.
Cop33_130_07759-a.jpg
Cop33_135_07731-a.jpg

Ebenfalls dort anzutreffen war:
Cop33_140_07739-a.jpg
Hat jemand eine Idee, um welche Eriosyce es sich handelt?

An Eriosyce subgibbosa subsp. vallenarensis glaube ich nicht, denn wir sehen hier keine "Neoporterien-Blüte“. Für Eriosyce confinis ist der “Monte Amargo“ etwas sehr weit weg ... .


Viele Grüße und bis zum nächsten Mal
Manfredo

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Robby
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Re: Zu Besuch bei Copiapoen

Beitrag von Robby » 11. Juli 2019, 07:14

Hat jemand eine Idee, um welche Eriosyce es sich handelt?
Ich denke, Pyrrhocactus atroviridis RITTER passt da ziemlich gut...

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nobby
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Re: Zu Besuch bei Copiapoen

Beitrag von nobby » 11. Juli 2019, 10:24

Hallo Manfredo,

das Restaurante El Faro ist genau vor dem Leuchtturm, sehr lohnenswert, wenn man Meeresfrüchte mag, und als Tip für den nächsten Besuch: ein Copao Sour als Start ist für Kakteenfreunde natürlich besonders reizvoll.

Ich warte dann mal ab, was noch kommt und kann danach bei Bedarf evtl. um ein paar Copiapoa andina Bilder ergänzen.

Zur Eriosyce hat Robby ja schon geschrieben. Ich würde auch auf Pyrrhocactus atroviridis bzw. Eriosyce eriosyzoides subsp. atroviridis tippen.
Eriosyce subgibbosa subsp. vallenarensis kann man mit etwas Glück finden, wenn man weiter Richtung El Transito in die Berge fährt. Oberhalb des Stausees - auf den Kuppen der Berge - soll es auch Formen von Copiapoa coquimbana subsp. andina geben. Diese haben wir aber leider noch nie gesehen und für einen Aufstieg bin ich nicht mehr minderjährig genug.

Herzliche Grüße
Nobby

Manfredo
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Re: Zu Besuch bei Copiapoen

Beitrag von Manfredo » 11. Juli 2019, 22:02

Hallo,

besten Dank Euch beiden.

Ich glaube, dann waren wir auch im "El Faro" ...
IMG_9209.jpg
Es war etwas "gehobenerer" Klasse (auch die Preise ;) ) und wenn ich mich recht erinnere, hatten die auch die "Fischeier-Geschichte :?:", von der Du mal erzählt hast, auf der Karte ... .
(Korrektur: "die Fischeier-Geschichte" waren roher Fisch (Seviche).)

Und wenn "Copa Sour" das selbe ist wie "Pisco Sour", dann stand das auch vor mir ... . :mrgreen:


... und für K.W. noch ein kleines bisschen Kultur aus Huasco ...
IMG_9181-a.jpg


Viele Grüße - ein Pisco Sour wäre jetzt auch nicht schlecht -
Manfredo
Zuletzt geändert von Manfredo am 12. Juli 2019, 11:26, insgesamt 2-mal geändert.

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