Ceropegia aristolochioides ssp. deflersiana

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a.lang
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Ceropegia aristolochioides ssp. deflersiana

Beitrag von a.lang » 11. April 2011, 18:43

Hallo!

Sieht man hier eventuell dieses Carpel, und wenn ja, ist es behaart?

http://www.sagereynolds.com/cero/aristo.htm

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Hoyningen
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Re: Ceropegia aristolochioides ssp. deflersiana

Beitrag von Hoyningen » 12. April 2011, 10:43

Bitte um Nachhilfe: Was ist denn ein Carpel?
Schöne Grüße

Volker

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a.lang
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Re: Ceropegia aristolochioides ssp. deflersiana

Beitrag von a.lang » 12. April 2011, 11:44

Hoyningen hat geschrieben:Bitte um Nachhilfe: Was ist denn ein Carpel?
Friederike hat das sehr schön erklärt.:
carallümchen hat geschrieben:Das Carpell ist versteckt im Gynostegium - nix guckt da heraus.
Wenn die verblühte Blüte frisch abfällt und der Blütenstiel noch dran ist, dann sieht man an dessen Ende etwas konisch spitz hervor ragen und die Kelchblätter umrahmen diese Bildung. Die Carpelle sitzen fest auf dem Blütenboden - sie müssen ja auch gut mit den Leitbündeln verbunden sein - zwecks schnellem Wachstum, während das Gynostegium eher locker mit der Krone verwachsen ist.
Ist der Fruchtknoten bestäubt, dann bleibt der Blütenstiel fest und dick - und wird oft noch breiter. Die Kronblätter stellen sich auf und je nach Größe umfassen sie die neu entstehenden Balgfrüchte.
So müsste man bei beiden Versionen auch Haare auf den Carpellen sehen oder nicht - bin mal gespannt, was Ihr da habt.
Grüße Carallümchen
Ich dachte eben halt, man könnte das ja vielleicht auf den Aufschnitt-Fotos erkennen, irgendwo. :|

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Re: Ceropegia aristolochioides ssp. deflersiana

Beitrag von carallümchen » 12. April 2011, 20:52

Hallo Alex,
nein, da sieht man das Carpell (Fruchtblätter, in denen die Samen wachsen) nicht. Das Gynostegium umhüllt die Carpelle (es sind immer 2, aber manchmal wächst nur eines aus) vollständig. Vielleicht hast Du ja eine fast verblühte Blüte zur Hand. Wenn Du die schlaffe Blüte an den Kronblättern nimmst und dran zupfst, dann löst sie sich direkt am Blütenboden und das Gynostegium geht mit ab. Der Blütenboden ist von den Kelchblättern umrahmt und in der Mitte des Blütenbodens ragen als konische Gebilde die Carpelle spitz nach oben Bei komplett verblühten Blüten schrumpeln die Dinger schnell ein und man sieht nicht mehr wirklich etwas.
Typisch für die Ascleps ist also, dass die Blüten keine offenen Fruchtknoten mit Narben haben, sondern der Fruchtknoten nur aus zwei Carpellen besteht, deren Narbe komplett im Gynostegium versteckt und von diesem überwachsen ist. Ein Längsschnitt einer größeren Blüte (Huernia, Stapelia) zeigt den Hohlraum mit den beiden Carpellen gut.
Grüße Carallümchen.
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Re: Ceropegia aristolochioides ssp. deflersiana

Beitrag von a.lang » 13. April 2011, 09:31

Hallo Friederike!

Ich versuche gerade an oben genannte Pflanze heranzukommen, wenn ich sie denn mal haben sollte und sie auch blühen sollte - dann schau ich mal nach. Mir geht es darum, dass ich mir nicht vorstellen kann, wo an dem Ding, dem Karpell, Haare sitzen sollen. :oops:

Ansonsten kann ich das, was Du beschreibst, schon erkennen.

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Re: Ceropegia aristolochioides ssp. deflersiana

Beitrag von carallümchen » 13. April 2011, 20:35

Ola Alex,
nimm Dir eine 20er Lupe - meist tauchen die Haare, wie z.B. bei Stapelia, sofort auf. In diesem Stadium sind sie halt noch klein und lebendig. Sie wachsen zusammen mit dem Fruchtknoten. Also nur auf eine Frucht warten oder mit hoher Vergrößerung mit einem Binokular rangehen. Wenn Du keins hast - wirf den Fruchtstiel mit den kleinen Carpellen in Alkohol - dann kannst Du wenigstens auf eine Gelegenheit zur Binokularnutzung warten. Blüten und Haare halten sich in Alkohol eigentlich ganz gut.
Grüße carallümchen
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Re: Ceropegia aristolochioides ssp. deflersiana

Beitrag von a.lang » 16. April 2011, 18:34

Das hat sich wohl gerade erledigt ... ebay ... ich sag erst mal nix weiter dazu. ;)

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