Pflanzenpass - schon mal gehört?

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Andreas
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Pflanzenpass - schon mal gehört?

Beitrag von Andreas » 17. Januar 2020, 18:51

Hallo in die Runde,

am 14.12.2019 ist mit der Umsetzung der EU-Verordnungen 2017/625 (Kontrollverordnung) und 2016/2031 (Pflanzengesundheitsverordnung) ein neues Pflanzengesundheitssystem in Kraft getreten. Alle Pflanzen – und damit auch Sukkulenten –, die innerhalb der EU verbracht (also z. B. transportiert werden, um sie zu verkaufen) werden, benötigten einen sogenannten Pflanzenpass. Hiervon ausgenommen ist die Abgabe an den Endnutzer, der die Pflanzen zum Eigenbedarf erwirbt. Verkäufer/Betriebe müssen sich beim Pflanzenschutzdienst registrieren und zur Ausstellung von Pflanzenpässen ermächtigen lassen. Inhalt und Aussehen des Pflanzenpasses sind genau vorgeschrieben.
Mit dem Pflanzenpass soll sichergestellt werden, dass nur gesunde Pflanzen verbracht werden und kein Risiko einer Verschleppung von gefährlichen Schaderregern entsteht. Außerdem soll eine schnelle und zielgerichtete Rückverfolgbarkeit gewährleistet werden.
Erfolgt der Verkauf per Versand, z. B. über das Internet, ist es egal, ob die Abgabe an einen Endnutzer erfolgt oder nicht, ein Pflanzenpass ist immer notwendig. Auch wenn diese Vorschriften nur einen sehr kleinen Teil unserer Mitglieder überhaupt betreffen, sollte sich jedermann, der Pflanzen verkauft, mit der Thematik auseinandersetzen. Informationen findet Ihr im Internet oder bei den zuständigen Pflanzenschutzdiensten der Bundesländer.
Bitte habt Verständnis, dass die DKG hier nicht beraten kann.

Informativ zu diesem Thema ist auch der Blog von Ulrich Haage (an dieser Stelle mal ein großes Lob dafür, dass sich des Themas angenommen hat :D ). Schaut mal:
https://cactusblog.de/cactuspodcast01-pflanzenpass/

Mit herzlichen Grüßen

Andreas

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michael
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Re: Pflanzenpass - schon mal gehört?

Beitrag von michael » 17. Januar 2020, 23:48

Naja, ich hab das schon mitbekommen, über diverse Kanäle.

Stellt sich mir die Frage, welcher Idiot um Himmels Willen, hat sich diesen Stuss ausgedacht (sofern man Uli Haage's Ausführungen Glauben darf).

Was ist der Unterschied, zwischen:
Entwarnung
für alle die direkt an den Endverbraucher verkaufen. Direkt heißt: ich stehe dem Kunden persönlich gegenüber, am Marktstand, in der Gärtnerei, auf einer Pflanzenbörse, im Gartencenter. (Fernabsatz: also Internethandel und jede Form von Versand ist pflanzenpasspflichtig)
"ich stehe dem Kunden persönlich gegenüber" und "Internethandel"? Wer genau sagt mir, das der Kunde der mir persönlich gegenüber steht, die Ware nicht weiter verkauft?
viele Grüsse
michael
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nobby
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Re: Pflanzenpass - schon mal gehört?

Beitrag von nobby » 18. Januar 2020, 09:33

Hallo,

zuerst einmal recht herzlichen Dank an Andreas für die Information.

Immerhin ganz wichtig: Ich als Liebhaber muss den Pflanzenpass drei Jahre lang aufheben.

Nachdem ich die ausführlichen und sehr verständlich formulierten Erklärungen von Ulrich Haage (ganz dickes Lob dafür !) gelesen habe, war der Pflanzenpass für mich nachvollziehbar und auch die ersten Fragezeichen auf meiner Stirn waren verschwunden.
Deshalb habe ich auch weder den "Idiot" noch den "Stuss" von Michael verstanden. Für mich war es gut und verständlich erklärt!
Wenn ich bedenke, wie sehr ich mich schon über Pflanzen mit "weißen Wandercephalien" geärgert habe, die ich gekauft hatte, kann ich nur froh sein, dass es in Zukunft Hilfen bei der Ursachenbekämpfung größerer Schäden gibt.
Wie stand es so schön geschrieben:

keine Panik – Ruhe bewahren, es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird
vor dem schimpfen erstmal nachfragen
das Gespräch mit den zuständigen Behörden suchen

Unsere Börsen sind, so wie es aussieht, nicht betroffen und deshalb sollten wir, wie geschrieben, Ruhe bewahren.

Herzliche Grüße
Nobby

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michael
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Re: Pflanzenpass - schon mal gehört?

Beitrag von michael » 19. Januar 2020, 18:36

Und hier hat das ein Pflanzenliebhaber einer anderen Pflanzengruppe auch mal aufgedröselt:
http://feigen.bueschken.com/das-neues-e ... itssystem/
viele Grüsse
michael
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