Argentinien 2016

Pantalaimon
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Argentinien 2016

Beitrag von Pantalaimon » 18. März 2019, 14:41

Servus,

wie manch einer von Euch vielleicht schon gemerkt hat, bin ich ein wenig abtrünnig geworden - allerdings mehr aus Versehen. Zwecks Zeitmangel und weil ich ein bissl Werbung für Bromelien machen wollte und zudem das Forum der DBG (Deutsche Bromelien Gesellschaft) beleben wollte, hatte ich angefangen, über die Bromelien auf unserer 2016er-Reise durch Argentinien zu berichten. Und weil es im Forum von Echinopsis auch eine Bromelien-Sektion gibt, habe ich die Beiträge dort gespiegelt. Und natürlich habe ich mich dort dann überreden lassen, nicht nur Bromelien zu zeigen. Inzwischen wurde dann auch noch das DBG-Forum (wegen Überlastung des Betreuers) in ein künstliches Koma versetzt. Und außerdem nähere ich mich so langsam den ersten Parodien … weshalb ich mich entschlossen habe, den Reisebericht nun hier zu spiegeln. Vermutlich wird es etwas dauern, bis ich hier auf dem gleichen Stand bin, aber ich werde mich beeilen …

Dann mal los:

Der Schwerpunkt unserer 4-wöchigen Reise im Oktober und November 2016 lag natürlich auf Kakteen (genauer: die Gymnocalycien der Sierras de Cordoba und die Kakteen des nordwestlichen Hochlands). Allerdings hatte ich mir nach unserer ersten Reise (in 2012) vorgenommen, das nächste Mal ein wenig mehr auf Bromelien zu achten, und so sind dann doch ein paar ganz brauchbare Fotos entstanden.

Ausgangspunkt unserer Reise war Buenos Aires. Eigentlich hatten wir einen Nachtflug (via Madrid) und sollten morgens ankommen, was allerdings nur bedingt geklappt hat, denn in Madrid flogen wir bereits 30min später ab. Beim Anflug auf Buenos Aires hieß es dann, der Flughafen sei wegen schlechten Wetters gesperrt und wir müssten noch ein paar Ehrenrunden drehen. Mit weiteren 30 Minuten Verspätung setzten wir dann auf der Landebahn auf, rollten von der Bahn auf den nächsten Taxiway und blieben dort stehen ... und stehen ... und stehen ... Irgendwann kam dann die Durchsage des Piloten, dass wegen der vorherigen Sperrung des Flughafens alle Parkpositionen belegt seien und wir warten müssen bis eine frei wird. Da war uns dann schon klar, dass das ein wenig länger dauern könnte ... tatsächlich waren es weitere 2,5 Stunden, die wir blöd im Flugzeug rumsaßen, ehe sie endlich eine Parkposition für uns hatten.

So hatten wir bereits einen halben Tag verloren, als wir endlich unseren Mietwagen in Empfang nahmen. Dabei hatten wir eigentlich gehofft, am ersten Tag ca. die halbe Strecke bis Alta Gracia (Cordoba) fahren zu können, wo unsere Reise dann so richtig losgehen sollte, doch dafür war es jetzt zu spät, schließlich mussten wir auch noch ein paar Sachen einkaufen. Wir fuhren hernach noch so weit wie es ging, schafften es aber nur noch bis San Nicolas, wo wir uns (todmüde, wie wir waren) das erstbeste Hotel nahmen - ein schon etwas in die Jahre gekommenes, aber trotzdem (für argentinische Verhältnisse) noch ziemlich nobles 5-Sterne-Hotel (die Nacht hat ca. 100 EUR gekostet, aber das war uns in diesem Moment egal).

Nach einem tollen Frühstück am nächsten Morgen beschlossen wir, vor unserer Weiterfahrt noch ein bissl durch den wirklich großen, locker mit Bäumen bestandenen Garten zu laufen. Kaum waren wir zur Tür hinaus, fiel uns auch schon ein auf dem Boden liegender Büschel Tillandsia aeranthos auf.

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Ein Blick in die Bäume und wir sahen, dass hier immer wieder - nie besonders dicht, aber doch recht regelmäßig - Tillandsia aeranthos wuchsen, und dass viele gerade am Blühen waren:

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San Nicolas liegt direkt am Rio Parana, der hier, sich immer wieder verzweigend, ein großes Feuchtgebiet mit Wasser versorgt. Das Klima ist hier feucht-warm. So hatte sich über Nacht Nebel gebildet, der sich am Vormittag zwar bereits gehoben hatte, sich aber nur sehr langsam auflöste. Entsprechend schwierig waren die Lichtverhältnisse - um das mal zu zeigen: Tillandsia aeranthos auf Ceiba spec. (wahrscheinlich Ceiba speciosa):

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Übrigens gab es hier noch eine weitere Tillandsia-Art zu bewundern, nämlich die extrem weit verbreitete Tillandsia recurvata. Der nördlichste, von uns besuchte Standort liegt westlich von Houston (Texas) - und dies hier ist der bisher südlichste, von uns besuchte Standort. Dazwischen liegen (Luftlinie) ca. 7500km. Das nenn ich mal ein Verbreitungsgebiet ... :-)

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Viele Grüße!
Chris

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Re: Argentinien 2016

Beitrag von CABAC » 18. März 2019, 18:40

Hallo Chris,
danke für Deinen Reisebericht- der hoffentlich fortgesetzt- und auch dafür, dass Du Pflanzen zeigst, die man in Südamerika sehr häufig sieht, registriert und wie ich zu meiner Schande gestehen muss, viel zu selten fotografiert habe.

Deshalb Danke dafür, dass Du mich und vielleicht auch andere auf Bromelien und Co aufmerksam und neugierig machst.
Gerne viel mehr davon.


Mach(t) es gut

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Re: Argentinien 2016

Beitrag von K.W. » 19. März 2019, 00:09

Nur drei Worte,

klasse!


Herzliche Grüße

K.W.



PS diese Ceiba mit ihren Stacheln sind für mich immer wieder bemerkenswert, danke für´s zeigen!
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Re: Argentinien 2016

Beitrag von Pantalaimon » 19. März 2019, 19:03

Hallo,

@ CABAC:
Nur ein bissl. Hernach kommen dann unendlich viele Kakteen. Aber für Bromelien mache ich halt immer gerne Werbung, da diese Familie deutlich weniger Aufmerksamkeit bekommt als Kakteen und sie das (meiner Meinung nach) nicht verdient hat, denn kaum eine Pflanzenfamilie ist so vielfältig und hat sich an so viele unterschiedliche Lebensräume angepasst wie die Bromeliaceae.

@ K.W.:
Gerne. Und daher, extra für Dich:

Bonus-Track:

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... und als Ausgleich für alle, die es lieber etwas zarter mögen:

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:lol:

Viele Grüße!
Chris

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Re: Argentinien 2016

Beitrag von K.W. » 19. März 2019, 23:45

Pantalaimon hat geschrieben:Hallo,
>>>
Hernach kommen dann unendlich viele Kakteen.
<<<
Na dann mal los! ;)


@ K.W.:
Gerne. Und daher, extra für Dich:

Bonus-Track:
>>>

<<<

Viele Grüße!
Chris
Ich bin begeistert und "gerührt" :lol: ;)

Danke!!!

Wenn ich das sehe, habe ich das Gefühl direkt in die Urzeit zu schauen. . .


Herzliche Grüße

K.W.
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Re: Argentinien 2016

Beitrag von Pantalaimon » 21. März 2019, 14:59

Hallo,

... und weiter geht's:

Nach unserem Rundgang durch den Garten des Hotels stiegen wir ins Auto und machten uns auf den Weg. Bis Alta Gracia sind es ca. 500km, wofür wir (inkl. Pausen und einiger, kurzer Abstecher auf kleinere Straßen, um nach Pflanzen Ausschau zu halten) den gesamten Rest unseres 2. Reisetags benötigten - wobei die Abstecher leider vollkommen erfolglos waren, da wir feststellen mussten, dass das gesamte Gebiet zwischen Buenos Aires und Alta Gracia massiv landwirtschaftlich genutzt wird. Hier sieht es aus wie bei uns auf dem Land: Ein Feld reiht sich an das nächste, nur selten von eingezäunten Wiesen (für Kühe) unterbrochen. Von der ursprünglichen Vegetation war weit und breit nichts zu sehen - nichtmal irgendwelche kläglichen Reste. Hier trotzdem ein paar Eindrücke:

Ein hübsch blühender Baum auf einem Plaza irgendwo zwischen San Nicolas und Rosario:

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Und so sieht die Landschaft zwischen Buenos Aires und Alta Gracia meistens aus:

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Eine Distel am Feldrand (mit absolut cooler Knospe):

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Nach längerer Suche mieteten wir uns dann am südlichen Ortsrand von Alta Gracia für die nächsten Tage eine (ungewollt ziemlich große und schön eingerichtete) Cabana (falls Ihr nicht wisst, was das ist: das sind kleine Hütten bis durchaus komfortabel eingerichtete Ferienhäuser, die es abseits der großen Städte fast überall in Argentinien zu mieten gibt, wobei die Preise von sehr günstig bis recht teuer variieren können, je nach Größe und Ausstattung). Für den nächsten Tag war dann endlich der erste Pflanzen-Tag geplant. Da aber die Cabana etwas größer, schöner und damit teurer als geplant ausgefallen war, mussten wir erstmal Geld holen gehen. Also fuhren wir ins Zentrum von Alta Gracia und suchten uns eine Bank. Es dauerte nicht lange und wir hatten eine, doch leider hatte der Geldautomat kein Geld mehr. Also suchten wir weiter und fanden tatsächlich noch drei weitere Banken: Zwei davon waren lokale Banken, dort funktionierten weder EC-Karte noch Kreditkarte, und vor der dritten stand eine "kleine" Schlange, die (*Fernglas rauspul*) mindestens 2 Häuserblöcke die Straße hinunter reichte. Da wir keine Lust hatten, erstmal 2 oder 3 Stunden anzustehen, beschlossen wir, unsere Planung über den Haufen zu werfen und die eigentlich erst für den nächsten Tag geplante Stadtbesichtigung von Cordoba vorzuziehen. Somit verging ein weiterer Tag ohne Pflanzen ...

... aber an unserem 4. Reisetag war es dann endlich so weit. Zwar ließ uns ein Blick in Richtung Berge nichts Gutes erahnen, was das Wetter anging (denn über den Bergen hingen, wie auch die 2 Tage zuvor, dicke Wolken), aber das war uns egal. Voller Vorfreude fuhren wir zunächst ein Stück nach Norden, bevor wir bei Falda del Carmen links in Richtung der Sierras abbogen. Schon bald steigt die Straße deutlich an - und wir kamen den tief hängenden Wolken näher und näher. Trotzdem hielten wir bei einer der ersten Kehren an, um nun endlich damit zu beginnen, unsere Pflanzen-Sucht zu befriedigen, zumal wir diese schöne Puya hoch oben auf den Felsen der Straßenböschung erspäht hatten:

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Es handelt sich hierbei (sehr wahrscheinlich) um die weit verbreitete Puya spathacea, eine mittelgroße, vor allem in Blüte sehr attraktive Art. Zu Fuß einem Feldweg folgend fanden wir bald eine Stelle, wo eine größere Gruppe dieser hübschen, jedoch auch recht stacheligen Pflanzen direkt unterhalb des Weges wuchs:

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Schade, dass das Wetter nicht mitspielte, denn inzwischen hatte es ordentlich zu Nieseln angefangen. Auch die Begleitflora schien nicht wirklich glücklich zu sein ...

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Gymnocalycium monvillei

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Parodia mammulosa (Syn. Notocactus submammulosus)

Viele Grüße!
Chris

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Re: Argentinien 2016

Beitrag von CABAC » 22. März 2019, 18:04

Hallo zusammen und hallo Chris,

danke für die Fortsetzung mit weiteren schönen Bildern von Bromelien und Tillandsien, na ja und natürlich auch von Euren ersten Kakteenfunden.

Alta Gracia kenne ich auch, dort habe ich die letzten beiden Reisen ausklingen lassen. Nach vier bzw. fast 5 Wochen " un Campo" gab es für uns keinen besseren Ort, um uns wieder an ein normales Leben zu gewöhnen. Und darüberhinaus auch unseren Leihwagen reinigen und pflegen lassen.
Beide Male hatten die Dacia Duster hatten uns nicht im Stich gelassen, sie trugen aber sichtbare Hinweise, dass wir nicht immer brav Asphaltstraßen befahren haben.

Die hübsche kleine Stadt hat ein gutes mildes Klima und deshalb der an Asthma erkrankte Che Guevara hat in den 30zigern des letzten Jahrhunderts längere Zeit hier gewohnt.
651.jpg
Alta Gracia Glockenturm am Staudamm
IMG_3107.jpg
Alta Gracia Museo Casa de Ernesto Che Guevara
Auf der letzten Reise haben wir uns den Flug von Cordoba nach Buenos Aires geschenkt und sind von Alta Gracia nach direkt zum Flughafen gefahren. 783 km in 9 1/2 Stunden.

Danke noch mal und ich bin gespannt, wie es weiter geht.

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Re: Argentinien 2016

Beitrag von Pantalaimon » 27. März 2019, 05:51

Hallo,

@ CABAC:
Ja, Alta Gracia ist echt nett. Wäre bestimmt schön, dort auch einfach so mal ein paar Tage zu verbringen, ganz ohne Pflanzen. Das Che-Museum haben wir uns allerdings nicht angeschaut, aber vom Plaza kommen später noch ein paar Bilder.

Und weiter geht's ...

Nachdem wir immer nasser wurden und zudem das Gefühl hatten, an dieser Stelle alles entdeckt zu haben was es hier zu entdecken gab, zog es uns zurück ins trockene Auto. Aber natürlich ließen wir uns von dem schlechten Wetter nicht abbringen, sondern fuhren die Straße weiter bergan. Schon bald ging es über einen kleinen Paß hinweg. Ab hier hielten wir dann wieder verstärkt Ausschau nach der nächsten, vielversprechenden Möglichkeit, nach Pflanzen zu suchen. Allerdings standen neben der Straße inzwischen Weidezäune, die einen Zugang ins Gelände verhinderten. Schon bald fiel uns dann jedoch ein offenes Eingangstor mit einem Feldweg dahinter auf: Der Eingang zur Estacion Astrofisica de Bosque Alegre - ein kleines Observatorium, das man auch offiziell besuchen darf. Zwar war es bereits Mittag und somit Siesta (die Öffnungszeiten sind Vormittags und Nachmittags), aber nachdem das Tor offen stand sahen wir keinen Grund, nicht hindurch zu gehen. Da wir ja nach Pflanzen Ausschau halten wollten, parkten wir unser Auto am Straßenrand (statt bis zum Observatorium hinauf zu fahren, was man auch gedurft hätte) und machten uns zu Fuß auf den Weg. Zum Glück hatte der Nieselregen fast vollständig aufgehört. Natürlich konnte ich es nicht lassen, den freien, grasigen Hang gleich hinter dem Eingangstor zu durchstreifen. Der Preis: Meine Hose war ruck-zuck pitsche-nass. Der Lohn:

Opuntia spec. (wahrscheinlich auch dies eine Opuntia sulphurea - die Art sieht man in Argentinien fast überall) ...

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... Gymnocalycium monvillei ...

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... und Lobivia aurea:

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Schon bald erreicht der Feldweg die ersten Bäume. Einige der Äste sind hier dicht an dicht mit Tillandsia recurvata bewachsen:

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Zugleich wurde es immer dunkler. Wir waren uns nicht ganz sicher, ob es nur an den Bäumen lag, und liefen daher weiter. Am Wegesrand stießen wir dann auf eine weitere Lobivia aurea. Natürlich war die Knospe bei solch einem Wetter nicht geöffnet:

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... und sie wusste schon warum, denn nur Sekunden nachdem dieses Foto entstand ging es los: Mit einem Mal standen wir mitten in einem heftigen Graupelschauer, Donnergrollen inklusive. Eilig suchten wir unter dem nächstbesten Baum Schutz. Er verhinderte zwar nicht, dass wir nass wurden (zumal der Graupel nach ein paar Minuten in Platzregen überging), aber so war es dann doch angenehmer (jep, so eine "Graupelmassage" ist nicht wirklich angenehm). Und dann, nach vielleicht sechs oder sieben Minuten, war alles genauso plötzlich wieder vorbei, wie es begonnen hatte. Bei nur noch leichtem Regen liefen wir dann die letzten Meter zum Observatorium hinauf. Allerdings schauten wir uns dort nur kurz um, machten ein paar Fotos und gingen dann zurück zum Auto.

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Viele Grüße!
Chris

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Re: Argentinien 2016

Beitrag von CABAC » 27. März 2019, 21:10

Hallo zusammen
und danke an Chris für seine Fortsetzung.

Argentinien ist ein Land mit vielen Facetten. Das wird mir durch seinen ausführlichen Bericht wieder mal bestätigt. An den Plätzen von denen er berichtet, bin ich auch gewesen. Es ist aber für mich sehr interessant zu entdecken, wie er sie empfunden hat und wie er darüber berichtet.

Wann seid ihr 2016 dort gewesen? Nach dem wir im Februar 2014 große Probleme mit den Regenfällen und insgesamt 1800 km Umwege machen mussten, war es im Januar 2016 so trocken, dass wir an vielen Fundorten ziemlich lange suchen mussten um bestimmte Arten zu finden.

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Re: Argentinien 2016

Beitrag von K.W. » 27. März 2019, 22:01

Guten Abend Chris,

vielen Dank für die sehenswerten Pflanzenphotos.
Mir gefällt sehr, dass Du die "Hauptperson" des jeweiligen Bildes nicht vollständig vom Umgebungsbewuchs befreit hast.
Das räumt mit der weitverbreiteten Annahme auf, dass Kakteen immer und in jedem Falle solitär in der prallsten Sonne wachsen.
Ich werde die Bilder einigen PflanzenfreundInnen empfehlen. . .
Frühling in Argentinien - ist es dann erwartungsgemäß so regnerisch, oder hattet ihr mit anderem Wetter kalkuliert?


Herzliche Grüße

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Re: Argentinien 2016

Beitrag von Pantalaimon » 28. März 2019, 02:01

Hallo,

wir waren im argentinischen Frühling dort unten, genauer gesagt vom 15.10. bis zum 12.11.. Die zuletzt gezeigten Bilder sind vom 18.10.16. Die Sierras de Cordoba hatten bei unserem Besuch bereits gut Wasser bekommen. Besonders die Ostabhänge waren triefend nass. Weiter nordwestlich war es aber trocken bis sehr trocken. Vor allem im Nordwesten oben (Jujuy) herrschte Dürre.

Und ja, wir hatten natürlich auf besseres und wärmeres Wetter gehofft. Nebel, Nieselregen und Hagelunwetter hatten wir nicht eingeplant. Aber man muss halt nehmen, was man kriegt - und bzgl. Kleidung haben wir bei solchen Reisen immer auch ein paar wärmere Sachen und Regenzeug dabei, von daher war das kein Problem. Zum fotografieren war es halt ein bissl blöd (schlechtes Licht, alles grau, Wassertropfen auf der Linse ...), aber andererseits bekommt man so Eindrücke und Stimmungen, die man sonst in Bezug auf Kakteen eher nicht hat. Von daher war es zugleich interessant und auf eine ganz eigene Art beeindruckend.

Viele Grüße!
Chris

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Re: Argentinien 2016

Beitrag von CABAC » 28. März 2019, 20:27

Hallo zusammen,
und Danke an Chris für seine Antwort .

Jedes Wetter ist mir auf Reisen recht, es führt zu einmaligen nicht wiederholbaren Erlebnissen.

Schneesturm in Utha, Windhosen in Arizona und Kalifornien, wegspülte Straßen in Bolivien oder Wolkenbrüche mit nassen Zeltnächten Argentinien nichts davon möchte ich missen.
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